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Bürgerinitiative PRO ELBE Magdeburg


AKTUELLES

Dieter Hildebrandts Scheibenwischer 1982, ausgegraben von Ulrich Kasparick

11. Mai 2003

Gemeinsame Presserklärung BUND NABU DNR WWF

11. Mai 2003

Pressemitteilung: Bundesamt für Naturschutz äußert erhebliche Bedenken zum Saale-Kanal

05. Mai 2003

Prof. Lüderitz: Saale-Elbe-Kanal wäre krasse Fehlinvestition

17. April 2003

Vortragsmanuskript von Dr. Angela Stephan

17. April 2003

Saale retten!

11. April 2003

Falschinformationen zum Saalekanal durch Ausbaubefürworter

28. März 2003

Neuer Bundesverkehrswegeplan: Nach Geisterhafen nun Geisterkanal?

19. März 2003

Saale-Elbe-Kanal vehement abgelehnt

04. März 2003

Empörung über Stolpe

25. Februar 2003

Christinnen und Christen für einen anderen Umgang mit Flüssen

27. Dezember 2002

Bundesverkehrsminister Stolpe: "Kein weiterer Elbausbau!"

12. Dezember 2002

Strittmatter-Preis des Landes Brandenburg für Dr. Ernst Paul Dörfler

05. Dezember 2002

EU-Kommission antwortet

02. Dezember 2002

Elbe und Saale gerettet

10. Oktober 2002

Flusskonferenz in Berlin

15. September 2002

Was lehrt die Flut?

02. September 2002

Deiche verlegen!

22. August 2002

Aus dem Hochwasser lernen

21. August 2002

Elbausbau sofort stoppen

13. August 2002

ver.di für Elbeausbau

07. August 2002

Grundstein für Elbe-Mahnmal

03. August 2002

Ältere Meldungen ...

(Ab März 2002)


KONTAKT

Bürgerinitiative
PRO ELBE Magdeburg

c/o Dr. Angela Stephan
Rübeländer Weg 10
39118 Magdeburg

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elbe@domfelsen.de
PRO ELBE
 
DIETER HILDEBRANDTS SCHEIBENWISCHER 1982

Zum Rhein-Main-Donau-Kanal - aktuell denn je

Ausgegraben von Ulrich Kasparick

Wir begrüßen in den Räumen unseres Senders an einem besonders schönen kalten Buffet die Damen und Herren der Rhein-Main-Donau-Kanal AG!

Es wird in letzter Zeit sehr viel gemunkelt, dass dieser Kanal eine lange Geschichte hätte, dass er wirtschaftliche und politische Folgen hätte, dass er prominente Befürworter hätte - nur eins hätte er nicht: einen Sinn.

Wenn aber etwas überhaupt keinen Sinn hat, was einer verkaufen will, dann muss er dafür werben.

Die Startbahn-West in Frankfurt hat auch keinen Sinn. Aber dafür musste keiner werben. Da war immer von selbst was los. Dafür muss man richtig dankbar sein.

Und während alles wie gebannt nach Frankfurt geguckt hat und jeder sich gefragt hat: Na, wollen wir doch mal sehen, ob so ein Staat noch so in Ordnung ist, dass er auch was ganz Sinnloses durchsetzt - haben die in aller Stille ihren Kanal weitergebuddelt!

Wir vom Fernsehen haben nun der Kanalgesellschaft angeboten, eine Sendung aus eigener Kraft zu machen, damit das Publikum dann vielleicht selbst entscheidet, ob Karl der Große vor 1000 Jahren recht hatte, als er den Rhein-Main-Donau-Kanal aufgegeben hat wegen Verdachts auf groben Unfug. Aber wie man sieht, jeder Unsinn braucht seine Zeit. Jetzt sind wir soweit. Nach 1000 Jahren!

Von Nürnberg bis nach Regensburg, mitten durch das Erholungsgebiet, wo die Leute sich von der Industriegesellschaft erholen, baggert sich die Kanalgesellschaft jetzt durch, damit an diesem Kanal sich Industrie ansiedeln kann.

Ob dann später auch Schiffe durchfahren werden, weiß man noch nicht. Die Fachleute sagen: kann, aber muss nicht.

Weil so ein Schiff zu lange braucht. Per Bahn sind`s von Regensburg nach Frankfurt 339 km - per Kanalschiff sind`s 549 km.

Aber vielleicht wird es per Wasser billiger? Auch nicht. Weil dann die Bundesbahn die Tarife senkt. Der ehemalige Verkehrsminister, der für den Kanal ist, hat ja lange versucht, die Bundesbahn pleite zu machen - mit dem Kanal hat er einen Hebel.

Das ist ja der Sinn der Freien Marktwirtschaft, dass sich zwei staatliche Transportunternehmen gegenseitig kaputtmachen. Also? Der Kanal ist gar keine Wasserstraße, sondern eine Idee, die Bundesbahn zum Nulltarif zu zwingen.

Da können doch bloß hemmungslose Sozialisten dahinterstecken! Besonders wenn klar wird, dass dann die Russen, die seit Peter dem Großen um einen Zugang zum offenen Weltmeer kämpfen, im Schwarzen Meer in die Donau rein und in Rotterdam zum Rhein raus fahren können.

Die können ihre ganzen Kriege um die Dardanellen vergessen! Und die Russen können billiger sein, noch billiger als die Bundesbahn. Und was passiert? Die Schweden schiffen ihr Erz nicht mehr wie bisher nach Hamburg, sondern nach Holland, verladen es auf einen sowjetischen Kahn und schaffen es nach Linz in eine österreichische Fabrik. Was wir davon haben ist klar: den Kanal.

Und die Kosten dafür, wenn er kaputtgeht.

Da kommt doch der Verdacht auf, dass die Kanalpuscher, der Gscheidle, der Goppel, der Strauß, der Jaumann, die ganze Kanalbausympathisantenvereinigung, Kanalarbeiter des Kreml sind. Nein?

Also: Der Erzumschlag in Hamburg ist damit kaputt, deutsche Kähne können sich den Kanal nicht leisten. Soviel Arbeitsplätze wie angekündigt, also ständige, wird es auch nicht geben. 60 sind ganz sicher. Das sind die Schleusenwärter. Die werden dann auf den Schleusen stehen und gucken.

In Hamburg sagte man früher: Schiff ahoi!

In Nürnberg wird man sagen: Hoi, a Schiff!

 
TERMINE

(Elbeandachten finden wieder statt! Jeden letzten Montag im Monat, 18 Uhr am Domfelsen.)
26. Mai 18 Uhr
(Domfelsen)
Elbe-Andacht
7. Juni
(Einsendeschluß an: Iris Brunar, Werderstr.25, 06844 Dessau)
Verlängerung der Unterschriften-Aktion Saale-Elbe-Kanal? - Nein, Danke!
 
(Saalemündung bei Barby)
Internationales Elbe-Saale-Camp

AUFRUFE

Protest gegen Saale-Elbe-Kanal
Moratorium für die Elbe
Christinnen und Christen für die Elbe
Künstler für die Elbe
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